SATA, SAS oder FC: Welche Festplatten sollen im RAID verwendet werden?


Die Performance-Vorteile der SAS Festplatten kommen vor allem dann zur Geltung, wenn viele Einzelzugriffe erfolgen, wie dies beispielsweise bei Datenbanken üblich ist. Dann übersteigt die Transferrate eines RAIDs mit SAS Festplatten die der SATA Variante um ein Vielfaches. Geht es dagegen um den sequenziellen Zugriff auf große Dateien (beispielsweise Video-Streaming, Archivierung großer Dateien), ist der Unterschied kaum feststellbar.

Darüber hinaus sind SATA Festplatten – soweit sie Enterprise Festplatten sind – zwar für den Dauerbetrieb ausgelegt, aber nicht unbedingt für einen Zugriff rund um die Uhr. Daher empfiehlt sich hier trotzdem der Einsatz teurerer SAS Platten.

InterfaceSASSATA
Bus Transferrate6 Gbit/s3 Gbit/s
Dual Port Betriebjanein
Skalierbarkeitja, bis 128 pro RAID Systemnur über gleiche Backplane
DesignkriteriumDauerbetrieb unter LastEnterprise Platten: Dauerbetrieb, aber begrenzte Zugriffszeiten
Umdrehungszahl

15.000 U/min 
2.5" meist 10.000

7.200 U/min (selten: 10.000)
Performance: 
Sequenzieller Zugriff
sehr hochhoch
Performance: 
Random Zugriff
sehr hochniedrig (1/7 bis 1/3 des SAS Werts)

SAS oder FC?

FC und SAS Festplatten unterscheiden sich nur im Interface, nicht in der Konstruktion der Festplatte und der Schreib/Leseköpfe selbst. Daher unterscheiden sie sich nicht in der Zugriffsrate, egal ob sequenziell oder random, und auch nicht in der Qualität. Dass RAIDs mit SAS Platten preisgünstiger sind als solche mit Fibre Channel Platten, liegt überwiegend an der Infrastruktur, also an der Anbindung der Platten innerhalb des RAIDs. Bei der Wahl des passenden RAIDs werden daher vor allem andere Kriterien den Ausschlag geben, wie z.B. der Mischbetrieb von SATA und SAS Festplatten, die Eigenschaften des RAID Controllers selbst und die Anzahl seiner Ports.

EUROstor bietet sowohl RAIDs mit FC Festplatten an (Infortrend ESDS-F16F) als auch mit SAS/SATA (z.B. ES-6600S und Infortrend Eonstor DS). 

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